dpi
Was bedeutet dpi und wozu dient die Einheit?
Die Abkürzung dpi steht für „dots per inch" (Punkte pro Zoll) und ist eine Maßeinheit für die Auflösung im Druck- und Scanbereich. Ein Zoll entspricht dabei exakt 25,4 mm. In der Mediengestaltung gibt die dpi-Zahl an, wie viele Druckpunkte ein Ausgabegerät auf dieser Länge physisch erzeugen kann.
Der Unterschied zwischen dpi und ppi
Oft wird dpi fälschlicherweise synonym für die Pixeldichte von digitalen Bildern verwendet. Fachlich korrekt ist hier jedoch die Bezeichnung ppi (pixels per inch). Während ein Monitor Pixel leuchten lässt, setzt ein Drucksystem aus diesen Bildinformationen reale Druckpunkte (dots) auf den Rohbogen.
dpi im Zusammenspiel mit der Rasterweite
Die erforderliche Auflösung einer Bilddatei hängt direkt von der gewünschten Druckqualität und dem verwendeten Verfahren ab. Hierbei spielen die Begriffe lpi (lines per inch) und das Druckraster eine entscheidende Rolle:
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Rasterweite: Im klassischen Offsetdruck wird das Bild in Rasterpunkte zerlegt. Die Feinheit dieses Rasters wird in lpi oder in Linien pro Zentimeter (L/cm) angegeben.
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Qualitätsfaktor: Um ein scharfes Ergebnis ohne Treppeneffekte zu erzielen, gilt die Faustformel, dass die Bildauflösung (ppi) etwa doppelt so hoch sein sollte wie die Rasterweite (lpi). In unserem Umrechner für Rasterweiten lässt sich die empfohlene Bildauflösung für verschiedene Rastervorgaben exakt bestimmen.
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Beispiel: Ein Standard-Offsetdruck mit einer Rasterweite von 60 L/cm entspricht etwa 152 lpi. Multipliziert mit dem Qualitätsfaktor 2 ergibt sich die bekannte Anforderung von rund 300 dpi (bzw. ppi) für die Bilddaten.
Rechnerische Präzision im Satz
Die technische Reinzeichnung erfordert eine exakte Abstimmung aller Maßeinheiten. Da moderne Satzprogramme wie Adobe InDesign auf dem DTP-Point basieren (1 pt = 1/72 Zoll), lassen sich Auflösungen und Schriftgrößen mathematisch präzise in Beziehung setzen. Während historische Maße wie der Didot-Punkt heute seltener für die Auflösungsberechnung herangezogen werden, ist der DTP-Punkt die Basis für unseren DTP-Umrechner, der die Brücke zwischen typografischen Maßen und der physischen Ausgabe schlägt.
Die Wahl der richtigen dpi-Zahl ist ein Balanceakt in der Produktion:
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Zu niedrige Auflösung: Das Bild wirkt „pixelig", da das Druckraster die fehlenden Informationen nicht kompensieren kann.
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Zu hohe Auflösung: Die Datenmenge steigt unnötig an, ohne die Druckqualität sichtbar zu verbessern, da die physikalische Rasterwinkelung und die Feinheit des Drucksystems an ihre Grenzen stoßen.
In der Satz+Layout Werkstatt Kluth GmbH achten wir bei jedem Projekt auf die perfekte Harmonie zwischen Bildauflösung, Rasterweite und dem gewählten Druckverfahren, um ein stimmiges Mediengesamtbild zu garantieren.

