Pantone Farben
Was sind Pantone Farben und was unterscheidet sie von CMYK?
Pantone-Farben (auch bekannt als das Pantone Matching System, kurz PMS) sind das weltweit bekannteste Farbsystem für Sonderfarben. Im Gegensatz zum Standard-Vierfarbdruck (CMYK), bei dem Farben durch das Übereinanderdrucken von Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz gemischt werden, handelt es sich bei Pantone um fertig angemischte Druckfarben.
Warum nutzt man Pantone Farben?
In der professionellen Druckvorstufe setzen wir Pantone-Farben vor allem aus drei Gründen ein:
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Globale Farbtreue (Corporate Identity): Ein Markenlogo (z. B. das Rot von Coca-Cola oder das Blau der Deutschen Bank) muss weltweit auf jedem Medium exakt gleich aussehen. Da der CMYK-Druck je nach Druckmaschine und Papier leicht schwanken kann, bietet Pantone die nötige Sicherheit.
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Farben außerhalb des CMYK-Raums: Viele leuchtende Farben, extrem helle Orangetöne oder tiefes Reflex-Blau lassen sich im herkömmlichen Vierfarbdruck technisch nicht mischen. Pantone erweitert das Farbspektrum erheblich.
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Spezialeffekte: Pantone umfasst auch Metallic-Farben (Gold, Silber) und Neon-Farben (Leuchtgelb etc.), die im Standarddruck unmöglich zu realisieren sind.
C und U: Das Papier macht den Unterschied
Hinter der Farbnummer steht bei Pantone oft ein Buchstabe, der für den Bedruckstoff steht:
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C (Coated): Für gestrichenes, glattes Papier (Farbe glänzt mehr).
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U (Uncoated): Für ungestrichenes Naturpapier (Farbe wirkt matter, da sie mehr einsaugt).
Die Pantone Color Bridge: Die Brücke zum Digitaldruck
Da heute viele Projekte im Digitaldruck realisiert werden, der meist rein auf CMYK basiert, ist die sogenannte Color Bridge unverzichtbar. Dieser spezielle Fächer stellt die echte Pantone-Sonderfarbe direkt neben ihre bestmögliche Simulation im Vierfarbdruck. So lässt sich bereits in der Planungsphase beurteilen, ob eine Farbe durch die Umrechnung stark an Brillanz verliert oder ob das Ergebnis für die Markenwirkung noch akzeptabel ist.
Herausforderung: Pantone zu CMYK
In Periodika oder Magazinen ist es oft zu teuer, eine zusätzliche „fünfte Farbe“ (die Sonderfarbe) zu drucken. In diesem Fall müssen die Farben in CMYK umgerechnet werden.
Unsere Expertise für Ihre Markenfarben: Nicht jede Pantone-Farbe lässt sich perfekt in CMYK übersetzen – manche wirken nach der Umwandlung „stumpf“. Wir beraten Sie bei der Auswahl Ihrer Hausfarben und prüfen in der Druckvorstufe akribisch, wie wir Ihre Sonderfarben am besten simulieren oder ob der Einsatz einer echten Sonderfarbe für Ihr Projekt wirtschaftlich und ästhetisch sinnvoll ist. Wir sorgen dafür, dass Ihr Corporate Design konsistent bleibt.

