XML

Was ist die Extensible Markup Language?

XML steht für Extensible Markup Language (erweiterbare Auszeichnungssprache). Ähnlich wie HTML wird sie dazu verwendet, Daten zu strukturieren. Der entscheidende Unterschied liegt jedoch darin, dass XML keine festen Befehle für das Aussehen hat (wie „fett“ oder „kursiv“), sondern die Bedeutung der Inhalte beschreibt.

In einer XML-Datei wird beispielsweise festgelegt: „Das hier ist ein Produktname“, „Das hier ist ein Preis“ oder „Dies ist ein Artikelbild“. In der Satz+Layout Werkstatt Kluth GmbH nutzen wir diese Struktur, um Informationen automatisiert und fehlerfrei zu verarbeiten.

Warum XML für das Mediendesign so wertvoll ist

XML bildet die Basis für das sogenannte Database Publishing. Das bedeutet, wir trennen den Inhalt strikt vom Design. Das bietet enorme Vorteile:

  1. Medienneutralität: Da die Daten rein textlich und strukturiert vorliegen, können wir sie für einen hochwertigen Prospekt in InDesign importieren und gleichzeitig automatisiert auf Ihre Website oder in einen Onlineshop ausspielen.

  2. Automatisierung: Bei umfangreichen Preislisten oder technischen Katalogen müssen wir die Daten nicht händisch abtippen. Ein Import platziert hunderte Artikel innerhalb von Sekunden an die richtige Stelle im Layout.

  3. Fehlervermeidung: Da die Daten direkt aus einer Datenbank (z. B. Ihrem Warenwirtschaftssystem) kommen, werden Übertragungsfehler beim Setzen ausgeschlossen. Ändert sich ein Preis in der Quelle, ändert er sich überall.

Teil der täglichen Praxis unserer Medienwerkstatt

Auch wenn Sie als Kunde selten direkt mit XML-Code in Berührung kommen, begegnet er uns im Workflow ständig:

  • InDesign & InCopy: Adobe-Programme nutzen XML-Strukturen, um Inhalte zwischen Redakteuren und Gestaltern auszutauschen, ohne das Layout zu zerschießen.

  • Barrierefreiheit: Strukturierte Daten helfen dabei, Dokumente für Screenreader lesbar zu machen, was ein wichtiger Pfeiler der Barrierefreiheit (Accessibility) ist.

XML in Redaktionssystemen und der Verlagswelt

In der Zusammenarbeit mit Verlagen spielt XML eine zentrale Rolle innerhalb der Redaktionssysteme. Hier fungiert es als das verbindende Element zwischen Redaktion, Korrektorat und der grafischen Umsetzung in der Satz+Layout Werkstatt Kluth GmbH.

  • Single Source Publishing: In einem Redaktionssystem werden Texte medienneutral als Markup erfasst. Das bedeutet, dass der Inhalt nur einmal erstellt wird und anschließend automatisiert in verschiedene Layouts fließen kann – etwa in das feste Spaltenraster eines Magazins auf dem Rohbogen oder in die flexible Ansicht einer News-App.

  • Strukturierter Datenaustausch: Durch XML stellen wir sicher, dass Formatierungen wie Überschriften, Zitate oder Autorennamen beim Import in unsere Satzprogramme (wie Adobe InDesign) exakt dort landen, wo sie hingehören. Das manuelle Nachformatieren entfällt weitestgehend, was die Fehlerquote minimiert.

  • Effiziente Korrekturzyklen: Änderungen, die im Redaktionssystem am Datensatz vorgenommen werden, lassen sich direkt in unser Layout übertragen. So bleibt der Datenbestand konsistent, egal wie viele Korrekturschleifen ein Artikel durchläuft.

Die Arbeit mit XML in Redaktionssystemen ist der Inbegriff von Effizienz im modernen Publishing. Infolgedessen können wir auch hochkomplexe Publikationen mit vielen Beteiligten termingerecht und in höchster Präzision realisieren. Wir verstehen uns dabei als technische Schnittstelle, die Ihre Daten aus dem Redaktionssystem in ein ästhetisch anspruchsvolles Design übersetzt.

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